Mit Erlebnispädagogik den Winter überleben!

Erlebnispädagogik nur für den Sommer?

Viele verbinden mit Erlebnispädagogik das „Draußen unterwegs sein“, Natursport betreiben und unter freiem Himmel übernachten. Aber was macht die Erlebnispädagogik im Winter? Was, wenn es draußen schneit und stürmt? Was, wenn die Zielgruppe bei so einem Wetter nicht vor die Tür gehen will?

Die erste Frage müssen wir uns daher selbst stellen: Was verbinden wir mit Erlebnispädagogik? Ist die Erlebnispädagogik für uns stark mit der Ausübung einer bestimmten Natursportart verknüpft? Können wir dieses Medium dann überhaupt im Winter anbieten und wenn ja, was müssen wir dabei beachten?

Denn am Ende entscheiden unsere Zielgruppen über unseren Erfolg im Winter: Will ich als Teilnehmer*in bei diesem Wetter überhaupt vor die Tür? Was reizt mich eventuell sogar als Teilnehmer*in am Winter? Und wann gebe ich als besorgte Eltern oder Lehrpersonen meinen Kindern grünes Licht für Erlebnispädagogik in der kalten Jahreszeit?

Plane den Winter – bevor er kommt!

Eins steht fest: Nach dem Sommer kommt der Herbst und nach dem Herbst der Winter! Und so wie es im Herbst und Winter häufig kalt und ungemütlich werden kann, so kannst auch du als Erlebnispädagog*in plötzlich vor der großen Herausforderung stehen: wovon soll ich denn jetzt leben?

Darum plane den Winter bereits im Sommer, noch besser sogar im Frühjahr! Denn der Winter kommt schneller als du denkst! Und was für dich voller Freude im Winter mitunter selbstverständlich ist, muss deine Zielgruppe nicht zwangsläufig mit Herbst & Schnee verbinden…

Nimm dir also die Zeit und überlege dir eine Strategie: Willst du auch im Winter erlebnispädagogisch arbeiten oder lieber Winterschlaf vom intensiven Sommer halten? Welche Orte und Aktivitäten sind auch im Winter für deine Teilnehmer*innen attraktiv – wie kannst du ihnen vielleicht sogar etwas Außergewöhnliches bieten? Welche erlebnispädagogischen Methoden kannst du wetterunabhängig und damit auch in der kalten Jahreszeit umsetzen?

Wie viel Vorrat brauchst du für den Winterschlaf?

Erlebnispädagogik und Outdoortraining sind in erster Linie ein saisonales Geschäft. Daher kann es auch eine gute Strategie sein, in den warmen und angenehmen Monaten dein Geld für das gesamte Jahr zu verdienen. Danach ziehst du dich zum verdienten Winterschlaf zurück, pflegst dein Material und planst neue Projekte.

Nicht wenige Kolleg*innen sind damit seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs. Sie haben sich oftmals für eine „Natursport-Spezialisierung“ entschieden und verdienen beispielsweise mit Kletter- und Kanukursen 6 Monate so viel Geld, dass sie davon 12 Monate leben können. Der Deal heißt hierbei 6 Monate durcharbeiten und danach 6 Monate am Stück weitestgehend frei haben.

Wenn du dich für dieses Modell entscheidest, solltest du deine Jahreskosten allerdings genau kennen und gut kalkulieren können: Wie viel kostet dich dein Lebensunterhalt in einem Jahr? Kannst du dir innerhalb einer Saison einen Vorrat für den Winterschlaf ansparen? Wie kommst du zu einer ausreichenden Buchung im Sommer, um im Winter zu entspannen?

Tolle Winterlandschaften…

Ein anderer Weg kann aber auch die bewusste Nutzung des Winters sein. Was wäre, wenn deine Gruppen mit Schneeschuhen durch eine wundervolle Winterlandschaft stapfen, die Sonne sich glitzernd im Schnee spiegelt und ihr warm und romantisch euch abends im Iglu gegenseitig Abenteuergeschichten erzählt?

Der Schnee kann Berge und Täler in bezaubernde Winterlandschaften verwandeln, die eine immens hohe Attraktivität ausstrahlen und zur Aktivität einladen können. Warum also nicht ein erlebnispädagogisches Winterangebot stricken, zu dem niemand nein sagen kann?!

Suche dir also eine möglichst schneesichere Gegend, bilde dich bewusst in Methoden wie Schneeschuhwandern und Iglubau weiter und konzipiere ein attraktives Angebot für deine Zielgruppe.

Vergiss dabei auch nicht, für eine entsprechende Winterausrüstung wie zum Beispiel Winterschlafsäcke zu sorgen. Vor allem Pädagog*innen und Eltern machen sich in kalten Jahreszeiten Sorgen um ihre Schützlinge. Zeige Verständnis und gebe die richtigen Antworten auf ihre Befürchtungen.

Wenn Schnee & Kälte zu deinem methodischen Freund wird…

In der Erlebnispädagogik und Outdoortraining nutzen wir die Natur als Medium für unsere methodische Arbeit. Warum also nicht die widrigen Bedingungen bewusst zu unserem methodischen Freund machen?

Die Herausforderung und das Heraustreten aus der persönlichen Komfortzone warten ja schließlich nicht in smarten und urlaubsähnlichen Situationen auf uns. Nein, wahre Erfolge können wir nur feiern, wenn wir uns vorher überwinden und für uns Außergewöhnliches leisten mussten.

Davon lebt die Erlebnispädagogik und das Outdoortraining. Erst recht im Winter! Deine Teilnehmer*innen können hier spürbar (Schnee & Kälte) lernen, sich Herausforderungen zu stellen, Stolpersteine zu überwinden und dank ihres Durchhaltevermögens erfolgreich ans Ziel zu kommen.

Warum also nicht ein bewusst auf Herausforderung zugeschnittenes Angebot für Kinder, Jugendliche oder Mitarbeiter*innen erstellen und präsentieren? So macht der Winter auch inhaltlich Sinn für deine Zielgruppe!

Wenn du aus Outdoor erfolgreich Indoor machst…

Aber vielleicht wohnst du ja nicht in den Bergen und in deiner Umgebung ist mehr Regen und Matsch als Schnee angesagt… Dann mach doch einfach Outdoor zu Indoor!

Unabhängig vom Naturerleben sind die Kernelemente der Erlebnispädagogik Selbstorganisation, Potenzialentfaltung und Selbstreflexion. Musst da dafür zwingend vor die Tür gehen? Viele Interaktionsübungen und Problemlösungsaufgaben können etwas abgewandelt auch in Räumen durchgeführt werden. Mit den gleichen Effekten!

Was hält dich also davon ab, mit Kindern und Jugendlichen für deine Aktionen in die Turnhalle zu gehen, in der Schule gemeinsam zu kochen und abschließend dort zu übernachten? Auch der nahe Sportplatz bietet einen kurzen Weg für ein erfolgreiches Zusammenspiel aus In- und Outdoor.

Der Bedarf an Teamentwicklung in Unternehmen macht keinen Halt vor irgendwelchen Jahreszeiten. Aber die Entscheider*innen und Teilnehmer*innen können sich Outdoor im Winter mitunter nicht so erquickend vorstellen. Biete dieser Zielgruppe daher vor allem in den kalten Monaten des Jahres ein wetterunabhängiges Programm mit Tagungshotel und einem flexiblen Wechsel aus Indoor- und Outdoormethoden.

Sei neugierig und öffne deine Augen…

Du siehst also, es gibt mal wieder viele Möglichkeiten deinen Traumjob auch im Winter zu leben. Es liegt mal wieder an dir selbst, deine ganz eigene Entscheidung dazu zu treffen.

Willst du den gesamten Sommer für die Erlebnispädagogik nutzen und wenn der Schnee kommt, in den Winterschlaf gehen? Oder willst du dich bewusst mit einem außergewöhnlichen Winterangebot am Markt etablieren? Oder willst du einfach deiner Zielgruppe zeigen, dass man auch eine Vielzahl von Erkenntnissen interaktiv sammeln kann, ohne dabei vor die Tür zu müssen (wenn man nicht will).

Nimm dir also Zeit für deine persönlichen Vorlieben: Wie möchte ich mit der Erlebnispädagogik in den vier Jahreszeiten leben? Sei neugierig bezüglich deiner Zielgruppe: Was bewegt sie? Was kannst du ihnen auch oder eben erst im Winter geben? Was spricht aus ihrer Sicht gegen Aktivitäten in dieser Jahreszeit und wie kannst du sie vom Gegenteil überzeugen?

Öffne auch die Augen für die Vielfalt der methodischen Umsetzung von Erlebnispädagogik und Outdoortraining im Winter. Hol dir Inspiration und Motivation aus der Fachliteratur, wie zum Beispiel in den Büchern „Erlebnis Winter“ oder „Abenteuer Schule“.

So, jetzt bin ich auf deine Erfahrungen gespannt! Arbeitest du auch erlebnispädagogisch im Winter? Für welche Strategien hast du dich entschieden?

Ich freue mich auf dein Feedback und deine Fragen!

Dein Micha

 

Mit Erlebnispädagogik erfolgreich selbstständig // Erfolgsstory von Tobias Kamer

Kann man(n) & frau von Erlebnispädagogik wirklich leben?

Welche Wege sind hilfreich, um nach einer methodischen Ausbildung wirklich durchzustarten?

Wo finden wir Gleichgesinnte, die sich mit uns gemeinsam auf den Weg in die Freiberuflichkeit oder Selbstständigkeit machen?

Diesen und noch mehr Fragen gehe ich gemeinsam mit Tobias Kamer auf den Grund. Tobias Kamer gehört zu den renommiertesten Erlebnispädagogen und Outdoortrainern im deutschsprachigen Raum. Er ist Ausbildungsleiter der Trainerausbildung für Erlebnispädagogik und Outdoortraining (TEO) Schweiz und Präsident des Schweizer Fachverbands für Erlebnis und Bildung in der Natur (ERBINAT).

Kürzlich erschien im Reinhardt Verlag seine Publikation: „Abenteuer planen? Didaktisches Handeln in Erlebnispädagogik und Outdoortraining“.

Das Seminar zum Kanal „Traumjob Outdoortraining“ kannst du im November in der Schweiz hier buchen: https://www.drudel11.ch/aus-und-weite… Ich würde mich freuen, dich dort persönlich kennenzulernen! Ansonsten freue ich mich auf dein Feedback!

Dein Micha

Mit Erlebnispädagogik Geld verdienen!

Wie viel bist du dir selbst wert?

Eine entscheidende Frage zu Beginn: Was glaubst du, wie viel Geld verdienst du? Was ist deine Arbeit wert? Oder noch härter formuliert: Wie viel Geld darfst du überhaupt mit Erlebnispädagogik verdienen?

Denn wie der Titel bereits sagt, geben wir uns unseren Wert in erster Linie selbst. Beantworten wir doch die Frage nach dem Geld VERDIENEN in unserem Inneren lange bevor wir in die Verhandlung mit dem Außen gehen.

Deshalb ist es wichtig, dass du deine Einstellung zum Geld überprüfst: Ist Geld für dich emotional eher positiv oder negativ besetzt? Wie viel Verdienst gestehst du dir als Person zu? Was darf deiner Meinung nach Erlebnispädagogik überhaupt kosten?

Erlebnispädagogik im Nebel der Honorarsätze

Bei aller Klarheit des eigenen Verhältnisses zum Geld, bleibt jedoch die Frage, wie viel Honorar in der Branche denn nun genau gezahlt wird.

Hier sucht man vergeblich nach Anhaltspunkten in der Fachliteratur. Es scheint fast so, als ob die Erlebnispädagogik zwar dem Guten diene, ihre Umsetzer allerdings im Nebel der Honorarsätze zurückgelassen werden.

Vielleicht fällt es aber auch besonders schwer, in einem Berufsfeld voller Ursprünglichkeit, Besinnung und Weiterentwicklung über Geld zu sprechen?!

In den zurückliegenden 25 Jahren hat sich die Erlebnispädagogik in Deutschland stark professionalisiert. Es hat sich ein Bundesverband gegründet, die Ausbildungen haben sich standardisiert  und es wurde ein eigenes Berufsbild erarbeitet.

Mehr als überfällig ist daher auch eine Professionalisierung des Geldverdienens in der Erlebnispädagogik. Erst dann nehmen wir uns selbst wirklich ernst und können somit auch selbstbewusster nach außen auftreten!

Die 4 Einflussfaktoren auf den Preis

Nach meiner Erfahrung haben 4 Faktoren Einfluss auf die Honorargestaltung und damit auch auf die Bereitschaft des Kunden, deinen Preis zu zahlen.

Das Zusammenspiel aus Zielgruppen, deiner Organisationsform, deines persönlichen Auftretens  und deiner Referenzen ist hierbei entscheidend.

So wirst du in der erlebnispädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als Honorartrainer nicht über 150 Euro Tageshonorar hinauskommen. Bei drei- bis fünftägigen Kursen mag das für Studierende oder als Zuverdienst neben einer Anstellung lukrativ sein. Zur Existenzsicherung ist es ganz sicher zu wenig.

Bietest du diese Leistungen allerdings als Personenmarke oder Organisation selbst an, kann sich dein Tageshonorar durchaus auf 300 Euro verdoppeln. Zusätzlich erschließen sich als Anbieter bei diesen Zielgruppen Finanzierungsmöglichkeiten über Förderprogramme, Sponsoring oder Fundraising.

Business schlägt Soziales

Noch größer fällt die Honorarspanne in der Arbeit mit Erwachsenen auf. Während man sich bei Outdoorevents in ähnlichen Honorartagessätzen von 80 Euro bis 200 Euro bewegt, bietet das Outdoortraining die größten (Geld)-Potenziale.

Auch hier ist wieder zunächst entscheidend, welche Zielgruppe und Organisationsform du wählst. Als Honorartrainer bei einem sozialen Bildungsträger der Erwachsenenbildung wirst du dich zwischen 200 Euro bis 400 Euro bewegen.

Bei einem Business-Anbieter können je nach Thema und Erfahrung bis zu 800 Euro Tageshonorar erzielt werden.

In beiden Fällen gilt wieder eine Verdoppelung des Honorars, wenn du selbst zum Anbieter wirst. Im Business-Training habe ich sogar einen signifikanten Unterschied zwischen Personenmarke und Unternehmen ausmachen können.

So scheint es für Business-Kunden durchaus plausibel zu sein, einen höheren Preis für ein Unternehmen als für einen Einzeltrainer zu zahlen.

Auftreten und Referenzen werden zum Preistreiber

Neben der Zielgruppen– und Organisationswahl sind die größten Preistreiber dein persönliches Auftreten und deine Referenzen.

Gerade in der Erwachsenenbildung wird die Vermittlung von Sicherheit zum entscheidenden „Kaufargument“ für den Kunden. Wenn es dir also gelingt, deinen Expertenstatus glaubhaft über deine Argumentation und deine Empfehlungen zu unterstreichen, wird der Preis häufig zur Nebensache.

Das sogenannte Standing im Kundengespräch kannst du in entsprechenden Seminaren lernen und üben. Zusätzlich wirst du darin durch dein tägliches Tun immer besser werden.

Kooperationen schenken dir erste Referenzen und deine sehr gute inhaltliche Arbeit wird sich schnell herumsprechen. Je mehr zielgruppenspezifische Empfehlungen du deinen Kunden dann bieten kannst, desto mehr Vertrauen werden sie dir schenken und Aufträge mit dir abschließen.

Geduldig aber stetig zum Gipfel

Die Honorarentwicklung vergleiche ich daher gern mit einer Bergbesteigung: Wir sollten klar in unseren persönlichen Zielen sein. Unsere Ausrüstung sollte eine fundierte erlebnispädagogische Ausbildung darstellen. Wir sollten uns mutig auf den Weg machen und Schritt für Schritt Erfahrungen sammeln…

Auf unserem Weg wird es dann Erfolge und Rückschläge geben. Der Wind kann drehen, das Wetter kann sich unverhofft ändern und wir können zum Innehalten gezwungen werden. Es warten leichte und ganz schwere Bergabschnitte auf uns. Wir brauchen also Geduld und Ausdauer bis wir den wunderschönen Ausblick des Gipfels genießen können…

Nimm dir also Zeit für deine persönlichen Ziele. Lerne dann deine Zielgruppen näher kennen: Was bewegt sie? Was brauchen sie und was kannst du ihnen mit deiner erlebnispädagogischen Arbeit wirklich geben?

Gehe los, mache Erfahrungen und sammle Referenzen!

Habe den Mut zur eigenen Marke oder suche dir Mitstreiter zur Gründung einer eigenen Organisation!

Bleib neugierig aber auch geduldig! Denn der Wert deiner Arbeit wird wie ein guter Rotwein mit den Jahren steigen. Ich selbst habe 1998 mit 60 DM in der Erlebnispädagogik als Honorartrainer begonnen. Fast 20 Jahre später darf ich nun als Unternehmensmarke meiner Kundschaft für 2.700 Euro Gutes tun.

Es ist also durchaus möglich, von der Erlebnispädagogik zu leben. Meiner Erfahrung nach solltest du allerdings die Honorartätigkeit lediglich als Erfahrungsraum und Sprungbrett zur eigenen Marke nutzen. Dann kannst du mit Mut, Zeit und etwas Geld die Erlebnispädagogik auch finanziell zu deinem Traumjob machen.

Welche Erfahrungen hast du mit Honoraren und Preisen in der Erlebnispädagogik gemacht?

Ich freue mich auf dein Feedback und deine Fragen!

Dein Micha

 

 

Die richtige Zielgruppe finden!

Die 3 Zauberworte: WOLLEN, KÖNNEN und NÜTZEN

Die Erlebnispädagogik ist ein breites Betätigungsfeld. Um sich in diesen Möglichkeiten nicht zu verlieren, solltest du DEINE RICHTIGE Zielgruppe finden!

Damit wir überhaupt etwas finden können, müssen wir uns einerseits erst einmal auf die Suche begeben und anderseits natürlich bei uns selbst beginnen…

Ich habe im Laufe der Jahre eine einfache Formel aus 3 Zauberworten für mich entdeckt, die ich mittlerweile für fast alle meine Lebensbereiche anwende: Es sind die Fragen nach Motivation, Fähigkeiten und Sinn.

Was willst du wirklich?

Bevor du über mögliche Projekte und Zielgruppen nachdenkst, nimm dir bewusst Zeit für deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse:

Was könntest du den ganzen Tag, voller Freude und ohne auf die Uhr zu schauen, tun?

Was fällt dir leicht? Was strengt dich an?

Was reizt dich, motiviert dich? Was nicht?

Notiere dir alle Gedanken! Und gehe nun zur nächsten Frage…

Was zeichnet dich aus?

Trage jetzt all deine Fähigkeiten und Stärken zusammen:

Was liegt dir?

Über welche Fähigkeiten und Stärken verfügst du?

Was schätzen andere Menschen an dir?

Auch hier notierst du alle Antworten. Suche nun nach Überschneidungen: Welche Stärken passen zu welchen Antworten aus der ersten Frage? Was willst du aus deinem Wollen heraus noch dazulernen? Auf welchen Fähigkeiten basierend, möchtest du dich weiterentwickeln?

Führe also beide Themenbereiche aus Wollen und Können zusammen und gehe erst jetzt zum letzten Schritt.

Wem nützt dein WOLLEN und KÖNNEN?

Jetzt erst wendest du dich deinen möglichen Zielgruppen zu:

Wem nützt deine Motivation?

Für wen sind deine Fähigkeiten und Stärken interessant?

Wem kann das, was du gern und gut machst wirklich helfen?

Auch hier sammle alles, was dir einfällt. Komme mit Freunden und Kollegen ins Gespräch, frage potenzielle Zielgruppen um Feedback. Gib dir für diesen Prozess Zeit und sei offen für Veränderung. Denn unser WOLLEN und KÖNNEN bleibt nicht statisch. Der Nutzen und Sinn, der sich daraus ergibt, dementsprechend auch nicht!

Der Kreis schließt sich mit deinen Zielgruppen!

Alle gefundenen Zielgruppen kannst du nun einem neuen „Durchlauf“ aussetzen:

Will ich wirklich mit dieser Zielgruppe arbeiten?

Wie gut kann ich bereits mit dieser Zielgruppe arbeiten? Was muss ich noch dazulernen? Will ich das überhaupt dazulernen?

Wie kann ich dieser Zielgruppe helfen? Will sich diese Zielgruppe überhaupt helfen lassen? Nützt diese Zielgruppe auch meinen Bedürfnissen nach Entlohnung und Weiterentwicklung?

Du solltest vor allem die Frage nach dem eigenen Nutzen nach angemessener Entlohnung und Weiterentwicklung nicht unterschätzen. Denn nur wenn dein Honorar und deine persönliche Weiterentwicklung durch die Zielgruppe für dich angemessen befriedigt wird, kannst du langfristig motiviert und erfolgreich sein!

Deine Zielgruppe in 3 Dimensionen

Du kannst das System aus WOLLEN-KÖNNEN-NÜTZEN sowohl auf die Altersgruppe (Kinder, Jugendliche oder Erwachsene), die Organisationsform (Einzelpersonen, Gruppen, Institutionen, Unternehmen…), als auch auf deine erlebnispädagogischen Medien und Methoden (Natursportarten, Umweltbildung, Training…) anwenden.

Tappe bei allen Möglichkeiten aber bitte nicht in die Falle des „Mischwaren-Ladens“, entscheide und spezialisiere dich!

Nun viel Freude beim Suchen und Finden!

Ich freue mich auf dein Feedback und deine Fragen!

Dein Micha